Anschluss und Fernzugriff von CCTV-Kameras für die öffentliche Sicherheit mit dem EG5100
Ein Anwendungsbeispiel für Robustel
Anwendungsbeispiel – Wissenswertes auf einen Blick
Industrie
Intelligente Städte und kommunale Infrastruktur (Überwachungskameras, Verkehrsknotenpunkte, Depots, kritische Standorte)
Produkt(e)
Robustel EG5100 Edge-Computing-Gateway; RCMS (RobustLink, RobustVPN)
Herausforderungen
Städte und Betreiber benötigen einen zuverlässigen Zugang zu Fernkameras für die Überprüfung von Vorfällen, die Sicherheit, die Bearbeitung von Vandalismusmeldungen und die Berichterstattung zur öffentlichen Sicherheit. Viele Kameras befinden sich an Masten, in Unterständen oder an temporären Standorten ohne Glasfaserverbindung, sodass es bei Störungen keine Möglichkeit gibt, IT-Mitarbeiter vor Ort zu schicken.
Erwartete Ergebnisse
Verwenden Sie den EG5100 als lokales Gateway an jedem Kamerastandort oder Cluster. Übertragen Sie Videostreams und Statusdaten über LTE. Ermöglichen Sie autorisierten Teams einen sicheren Fernzugriff für Diagnosen, das Abrufen von Aufzeichnungen und Wartungsarbeiten, ohne jedes Mal einen Techniker zum Mast schicken zu müssen, wenn etwas offline zu sein scheint.
Fernüberwachung und -steuerung für Wassernetze und Aufbereitungsanlagen
Moderne öffentliche Sicherheitskameranetzwerke bestehen nicht nur aus einigen wenigen Feeds in einem Kontrollraum. Sie sind über Kreuzungen, Verkehrsknotenpunkte, Parks, Servicehöfe, temporäre Baustellen und kommunale Einrichtungen verteilt. Von ihnen wird erwartet, dass sie bei einem Vorfall brauchbares Bildmaterial liefern und dass sie funktionieren, wenn jemand fragt: „Haben Sie dort eine Überwachung?“
Die Schwierigkeit liegt nicht in der Kamera selbst. Die Schwierigkeit besteht darin, diese Kamera erreichbar zu halten.
Viele dieser Kamerastandorte verfügen weder über Glasfaseranschlüsse noch über freie LAN-Ports oder sichere Aufstellorte für einen NVR in voller Größe. Einige werden über Lichtmasten mit Strom versorgt, andere über Solarenergie. Wieder andere befinden sich an schwer zugänglichen Orten oder erfordern Sicherheitsvorkehrungen, die das Öffnen des Schranks durch zwei Personen notwendig machen. Wenn die Übertragung ausfällt, entsteht sofort Druck seitens des Betriebs, der Polizeipartner, Versicherer oder lokalen Behörden. Eine Person mit einem Laptop zum Zurücksetzen der Grundeinstellungen dorthin zu schicken, ist zeitaufwendig und kostspielig.
Das EG5100 löst das Problem der Erreichbarkeit. Es wird vor Ort neben der Kamera oder einer kleinen Kameragruppe aufgestellt, bietet eine sichere 4G/LTE-Verbindung und ermöglicht einen kontrollierten Fernzugriff, sodass Support-Teams die Verbindungsqualität überprüfen, die Bandbreite bewerten, Bildmaterial abrufen oder Geräte neu starten können, ohne physisch zum Mast fahren zu müssen. Dadurch bleibt die Infrastruktur der öffentlichen Sicherheitskameras auf Stadtebene funktionsfähig, anstatt nur an einzelnen Standorten.
Geschäftliche Herausforderungen
Bevor wir das Bereitstellungsmodell beschreiben, ist es wichtig zu erkennen, was für Kommunen, Verkehrsbehörden und Sicherheitsdienstleister tatsächlich Probleme verursacht.
- Wenn eine Kamera „vorhanden, aber dunkel“ ist, kommen sofort Fragen zur Verantwortlichkeit auf: Nach einem Vorfall erwarten die Menschen Beweise. Wenn die Übertragung ausgefallen ist, muss die Stadt erklären, warum. Das kann zu einem rechtlichen, versicherungstechnischen oder rufschädigenden Problem werden. Man kann nicht zwei Tage warten, bis jemand den Mast besucht und sagt, dass es sich nur um eine unterbrochene Verbindung handelte.
- Die meisten Kamerastandorte sind nicht netzwerkfreundlich: Viele öffentliche Kameras befinden sich an Straßenmöbeln, Bushaltestellen, Baustellenumzäunungen oder Depots. Es gibt keine strukturierten Netzwerkanschlüsse. Oftmals gibt es kein IT-Team im Gebäude, auf das man sich stützen kann. Sie haben vielleicht Strom, aber keinen sauberen, verwalteten Datenpfad.
- Bei jedem Alarm einen Transporter zu schicken, verschlingt schnell das Budget: Es ist teuer, Techniker vor Ort zu schicken, um jede Kamera einzeln zu überprüfen. An manchen Standorten sind Verkehrsmanagement oder Zugangsgenehmigungen erforderlich. An anderen müssen aus Sicherheitsgründen zwei Personen anwesend sein. Das alles nur für den Neustart eines kleinen Geräts ist verschwenderisch, aber ohne Fernzugriff gibt es keine Alternative.
- Bandbreite und Latenz variieren je nach Standort: Nicht jeder Standort kann rund um die Uhr Videos in voller Auflösung übertragen. Möglicherweise müssen Sie entscheiden, welche Streams live übertragen und welche gepuffert und hochgeladen werden sollen. Außerdem benötigen Sie eine ausreichende Verbindungsqualität, um gespeichertes Filmmaterial aus der Ferne abzurufen, ohne dass Beweismaterial beschädigt wird.
- Sicherheit und Überprüfbarkeit sind wichtig: Der Zugriff auf diese Kameras wird oft von verschiedenen Parteien gemeinsam genutzt: städtische Einsatzteams, ausgelagerte Wartungsdienste, beauftragte Sicherheitsdienstleister und manchmal auch Strafverfolgungsbehörden. Das bedeutet, dass Sie eine Möglichkeit benötigen, Zugriff zu gewähren, ohne umfassende, dauerhafte Zugangsdaten zu vergeben.
Lösungsübersicht

Jeder Kamerastandort (oder jede kleine Gruppe von Kameras) wurde mit einem EG5100 ausgestattet. Der EG5100 bietet Mobilfunk-Backhaul, lokale Verarbeitung und kontrollierten Fernzugriff. Alle Gateways werden dann zentral verwaltet.
- Lokales Gateway und Backhaul am Mast oder Gehäuse: Das EG5100 befindet sich im selben Gehäuse wie die CCTV-Kamera oder in einem nahe gelegenen Schrank. Es wird über Ethernet mit der Kamera verbunden. Anschließend nutzt es LTE, um Videostreams oder Schnappschüsse upstream zu senden oder um diese Kamera bei Bedarf erreichbar zu machen.
- Zuverlässige Konnektivität für eigenständige und temporäre Standorte: Da das EG5100 Mobilfunk-Backhaul unterstützt, können Sie Kameras an Orten einsetzen, an denen es kein kabelgebundenes Netzwerk gibt und möglicherweise auch nie eines geben wird: temporäre öffentliche Bauarbeiten, Veranstaltungen, temporäre Sicherheitszonen, Depots auf gepachtetem Land, abgelegene Parkplätze oder Lagerflächen. Die Verbindung gehört Ihnen, nicht dem Vermieter.
- Ferndiagnose und kontrollierter Zugriff: Support-Teams können über das EG5100 auf den Standort zugreifen, um zu überprüfen, ob die Kamera mit Strom versorgt wird, ob die Netzwerkverbindung besteht, ob die Bitrate gedrosselt wird oder ob der Speicher voll ist. Sie können grundlegende Wiederherstellungsschritte durchführen, ohne das Kontrollzentrum zu verlassen. Der Zugriff kann zeitlich begrenzt und auf ein bestimmtes Gerät oder einen bestimmten Standort beschränkt werden.
- Edge-Fähigkeit für eine intelligentere Nutzung der Bandbreite: Das EG5100 ist mehr als nur ein Modem. Als Edge-Computing-Gateway mit RobustOS Pro (einer Debian-basierten Umgebung) kann es ressourcenschonende Anwendungen am Mast hosten. Dazu gehören beispielsweise das Puffern von Filmmaterial für den späteren Abruf, das Erstellen von Standbildern für regelmäßige Konformitätsprüfungen oder das Vorfiltern der Upstream-Daten, damit Sie nicht für die Übertragung aller Live-Daten bezahlen müssen.
- Portfolio-Transparenz in RCMS: Alle eingesetzten EG5100-Einheiten melden sich bei RCMS an. Der Betrieb kann sehen, welche Kamerastandorte online sind, welche Probleme mit dem Signal haben und welche kürzlich ihre Konfiguration geändert haben. So erhalten Sie einen übersichtlichen Überblick über die gesamte Anlage und nicht nur eine Liste mit Adressen und Haftnotizen.
Erwartete Kundenergebnisse
Was Erfolg für den Betreiber und den Integrator/Installateur bedeutet
Für den Betreiber:
- Live-Sichtbarkeit jedes Kamerastandorts – einschließlich entfernter Masten, temporärer Arbeitsbereiche und Problemherde – ohne dass ein Team entsandt werden muss, um zu überprüfen, ob alles funktioniert.
- Schnellere Reaktion, wenn es darauf ankommt. Sie können den Zustand der Verbindung, die Signalqualität und den Stromstatus vom Kontrollraum aus überprüfen und Maßnahmen ergreifen, bevor Sie Bildmaterial verlieren.
- Eindeutige Beweise für die Überprüfung von Vorfällen. Wenn Polizei, Versicherungen oder Rechtsabteilungen fragen: „Hat die Kamera zu diesem Zeitpunkt funktioniert?“, können Sie mit Protokollen statt mit Vermutungen antworten.
- Abdeckung an Orten, die zuvor nicht praktikabel waren (kein Glasfaseranschluss, kein Gebäudenetzwerk). Das bedeutet weniger Funklöcher in öffentlichen Bereichen.
- Eine nachweisbare Bilanz in Bezug auf Konnektivität, Verfügbarkeit und Zugriff – nützlich, wenn Sicherheit, Datenschutz oder Datenverarbeitung öffentlich kritisch hinterfragt werden.
Für den Integrations-/Installationspartner:
- Ein wiederholbares Bereitstellungsmuster: ein EG5100 pro Mast oder Gehäuse, vorkonfiguriert, fernwartungsfähig. Weniger Zeitaufwand für Hebevorrichtungen und weniger Einsätze außerhalb der Geschäftszeiten.
- Die Möglichkeit, Fehler zu beheben, ohne einen Lkw zu rufen. Sie können den Durchsatz überprüfen, grundlegende Diagnosen durchführen und Abhilfemaßnahmen auf der Grundlage von Fakten statt durch Ausprobieren planen.
- Laufender Servicewert, nicht nur eine einmalige Installation. Da der Betreiber nun sowohl für die Live-Überwachung als auch für den Nachweis der Dienstleistung auf die Verbindung angewiesen ist, wird der Support Teil des Vertrags und nicht nur eine nachträgliche Idee.
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RCMS Cloud-Geräteverwaltung

Sprechen Sie mit einem Experten
Wenn Sie für die Sicherheit von Überwachungskameras, Verkehrsknotenpunkten oder abgelegenen Depots verantwortlich sind, kennen Sie die Erwartung: „Zeigen Sie mir sofort, was passiert ist.“
Lassen Sie uns darüber sprechen, wie wir jeden wichtigen Kamerastandort mit einer zuverlässigen Verbindung und kontrolliertem Fernzugriff ausstatten können, ohne an jedem Mast eine feste Netzwerkinfrastruktur aufbauen zu müssen.
