Sicherer 4G/LTE-Fernzugriff auf Krankenhaus- und medizinische Geräte mit dem Robustel R1511
Ein Anwendungsbeispiel für Robustel
Anwendungsbeispiel – Wissenswertes auf einen Blick
Industrie
Intelligente Städte, Gesundheitswesen, Service und Wartung medizinischer Geräte
Produkt(e)
Robustel R1511 4G/LTE-Router; RCMS (RobustLink, RobustVPN)
Herausforderungen
Krankenhäuser und Kliniken sind auf komplexe Diagnose- und Behandlungsgeräte angewiesen, die verfügbar, kalibriert und gepatcht sein müssen. Viele Standorte verfügen jedoch nicht über einen sicheren, kontrollierten Fernzugriff auf diese Geräte. Serviceteams sind oft gezwungen, Techniker vor Ort zu schicken, um Probleme zu beheben, die auch aus der Ferne diagnostiziert oder behoben werden könnten. Dies erhöht die Kosten, verzögert Reparaturen und stört den Klinikbetrieb.
Erwartete Ergebnisse
Bieten Sie Herstellern von medizinischen Geräten und Dienstleistern eine sichere, standardisierte Möglichkeit, über 4G/LTE auf installierte Geräte zuzugreifen, ohne die zentralen IT-Netzwerke von Krankenhäusern zu beeinträchtigen. Reduzieren Sie unnötige Vor-Ort-Besuche, verkürzen Sie die Zeit bis zur Fehlerdiagnose und sorgen Sie für eine höhere Verfügbarkeit der Geräte, während Sie gleichzeitig strenge Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Datentrennung und Änderungskontrolle erfüllen.
Kritische medizinische Geräte online halten, ohne vor Ort zu leben
Moderne Krankenhäuser sind auf vernetzte Geräte angewiesen: Bildgebungssysteme, Analysegeräte, Infusionsgeräte und spezielle Behandlungsplattformen, die alle regelmäßig aktualisiert, kalibriert und gewartet werden müssen. Wenn eines dieser Systeme nicht verfügbar ist, kann es zu Verzögerungen bei der Behandlung ganzer Patientengruppen kommen, und Ärzte verlieren das Vertrauen in die Technologie, auf die sie sich verlassen. Gleichzeitig sind die IT-Teams der Krankenhäuser zu Recht vorsichtig, wenn es darum geht, externen Anbietern und Dienstleistern Zugang zu ihren Kernnetzwerken zu gewähren.
Serviceorganisationen befinden sich in einer Zwickmühle. Sie benötigen ausreichenden Zugriff, um Probleme schnell und sicher zu beheben, müssen aber auch die Sicherheitsvorkehrungen und Arbeitsabläufe jedes Krankenhauses und jeder Klinik, die sie unterstützen, respektieren. Hier kann ein dedizierter, unabhängiger Verbindungspfad zum Gerät das Modell verändern. Durch die Einbettung eines kleinen Industrierouters wie dem R1511 neben den Geräten können Serviceteams auf kontrollierte und überprüfte Weise auf Anlagen vor Ort zugreifen, ohne Risiken auf die IT des Krankenhauses zu übertragen.
Geschäftliche Herausforderungen
Viele Hersteller medizinischer Geräte und Dienstleister begannen mit einem „Travel First“-Modell: Wenn etwas schiefgeht, schickt man einen Techniker vor Ort. Mit zunehmender Verbreitung der Geräte und ihrer Verteilung über verschiedene Regionen wird dieses Modell jedoch teuer, langsam und schwer skalierbar. Dieser Anwendungsfall konzentriert sich auf die betrieblichen Hindernisse, die die Fernwartung erschwerten, bevor eine standardisierte Verbindungsebene eingerichtet wurde.
- Eingeschränkte Fernsichtbarkeit: Ohne eine dedizierte Verbindung zu jedem Gerät sind Serviceteams oft auf Telefonanrufe, per E-Mail versandte Screenshots oder Log-Exporte von Krankenhausmitarbeitern angewiesen. Das macht es schwierig zu verstehen, ob ein Problem mit der Hardware, der Konfiguration oder der Umgebung zusammenhängt. Die Ursachenanalyse kann sich in die Länge ziehen, und die sicherste Option ist dann, einen Techniker zu entsenden, selbst wenn das zugrunde liegende Problem möglicherweise nur geringfügig ist.
- Abhängigkeit von Krankenhausnetzwerken und -richtlinien: Der Fernzugriff über das eigene Netzwerk des Krankenhauses erfordert Änderungen an der Firewall, VPN-Konten und Genehmigungen durch Sicherheits- und IT-Teams, die bereits ausgelastet sind. Verschiedene Standorte haben unterschiedliche Richtlinien, Tools und Komfortstufen für den Zugriff durch Dritte, was die Bereitstellung und Aktualisierung verlangsamt. In einigen Fällen wird der Fernsupport vollständig blockiert, sodass alle Wartungsarbeiten unabhängig vom Schweregrad vor Ort durchgeführt werden müssen.
- Kosten und Verzögerungen durch Vor-Ort-Einsätze: Anfahrt, Koordinierung des Zugangs und physische Anwesenheit in klinischen Bereichen verursachen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand. Techniker benötigen unter Umständen mehrere Stunden, um einen Standort zu erreichen, nur um dann ein Konfigurationsproblem festzustellen, das innerhalb weniger Minuten per Fernzugriff hätte behoben werden können. Dies erhöht nicht nur die Servicekosten, sondern verlängert auch die Ausfallzeiten von Geräten, auf die Ärzte und Patienten angewiesen sind.
Lösungsübersicht

Um dieses Muster zu durchbrechen, können Anbieter von medizinischen Geräten und Serviceorganisationen einen Robustel R1511 Industrie-Router in jedes unterstützte Gerät oder neben diesem einbauen. Der R1511 nutzt 4G/LTE, um eine verschlüsselte Verbindung zur Umgebung des Dienstanbieters herzustellen, die nur für ausgehende Datenverkehr offen ist. Von dort aus können autorisierte Techniker mit ihren üblichen Tools auf das Gerät zugreifen, ohne dass das Krankenhaus eingehende Ports öffnen oder sein internes Netzwerk neu konfigurieren muss.
Der R1511 wird über Ethernet (oder gegebenenfalls über eine Seriell-zu-IP-Brücke) mit dem medizinischen Gerät oder dessen lokalem Serviceport verbunden. Er ist mit einer Standardvorlage vorkonfiguriert, sodass sich alle eingesetzten Geräte gleich verhalten: ein sicherer Tunnel nach außen, strenge Firewall nach innen und eine klare Trennung zwischen dem klinischen Netzwerk des Krankenhauses und dem Wartungsweg des Anbieters. Die flottenweite Überwachung und Konfiguration kann über RCMS erfolgen, wenn sich die Organisation für Cloud-Management entscheidet. So können zentrale Teams sehen, welche Geräte online sind, welche Firmware-Router laufen und wo Verbindungsprobleme bestehen.
- Spezieller Wartungskanal: Der R1511 weist jedem abgedeckten Gerät einen eigenen Mobilfunk-Wartungskanal zu, der vom LAN des Krankenhauses getrennt ist. Dies erleichtert die Genehmigung, da das Risiko klar begrenzt ist und der Datenverkehr streng kontrolliert werden kann.
- Einheitliches Zugriffsmodell für alle Standorte: Mit einem Standardrouter und einem Standardkonfigurationsprofil können Techniker unabhängig davon, ob sich das Gerät in einem großen Lehrkrankenhaus oder einer kleinen Klinik befindet, auf dieselbe Weise eine Verbindung herstellen. Diese Einheitlichkeit vereinfacht Schulungen, Dokumentationen und Support-Workflows.
- Sichere, nur ausgehende Konnektivität: Der Router initiiert Verbindungen zur Serviceumgebung und vermeidet so eingehende Zugriffe aus dem Internet. VPN- und Firewall-Kontrollen stellen sicher, dass nur autorisierter Verwaltungsdatenverkehr das Gerät erreicht, und unterstützen so die Sicherheitsanforderungen von IT- und Compliance-Teams im Gesundheitswesen.
- Kompaktes, ausrüstungsfreundliches Design: Dank seiner geringen Stellfläche und seines industriellen Designs lässt sich der R1511 problemlos in Racks, Schränken oder Gerätegehäusen montieren, wobei die vorhandene Stromversorgung genutzt wird und nur minimale Änderungen an der Infrastruktur vor Ort erforderlich sind.
Erwartete Kundenergebnisse
Was Erfolg für die wichtigsten Stakeholder bedeutet:
- Service-Anbieter und Gerätehersteller – Geringere Kosten pro Einsatz: Durch den Fernzugriff über das R1511 können zentrale Teams Probleme diagnostizieren und oft auch lösen, ohne einen Techniker entsenden zu müssen. Vor-Ort-Einsätze sind nur noch für Fälle vorgesehen, in denen wirklich praktische Arbeit erforderlich ist. Dadurch verbessern sich die Margen und dasselbe Team kann mehr installierte Geräte betreuen.
- IT- und Sicherheitsteams in Krankenhäusern – Klare Netzwerktrennung und -kontrolle: Da die Wartung über Mobilfunk erfolgt und vom Anbieter kontrolliert wird, muss die IT-Abteilung des Krankenhauses ihr internes Netzwerk nicht für Dritte öffnen. Sie erhält die Gewissheit, dass die klinischen Systeme segmentiert bleiben, und profitiert gleichzeitig von einem schnelleren Support bei Fehlfunktionen der Geräte.
- Leiter des Klinikbetriebs – Kürzere Ausfallzeiten: Ausfallzeiten für Bildgebungs-, Überwachungs- oder Behandlungsgeräte können reduziert werden, wenn Techniker sofort eine Verbindung herstellen können, anstatt auf ihre Anreise zu warten. Eine schnellere Diagnose bedeutet schnellere Entscheidungen darüber, ob Geräte wieder in Betrieb genommen, neu terminiert oder ausgetauscht werden können, was dazu beiträgt, den Patientenfluss und die Terminplanung zu schützen.
- Außendiensttechniker – Besser vorbereitete Besuche vor Ort: Wenn ein Besuch vor Ort erforderlich ist, haben die Techniker bereits ein klareres Bild vom Problem, da sie die Protokolle und das Systemverhalten über die R1511-Verbindung bereits gesehen haben. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Probleme beim ersten Besuch behoben werden können, was Rückläufer und Nacharbeiten reduziert.
- Installationspartner und Biomedizintechniker – Einfache, wiederholbare Installationen: Ein Standardmuster für die Montage und Verkabelung des R1511 reduziert die Komplexität bei der Bereitstellung der Geräte. Sobald die Stromversorgung und eine grundlegende Verbindung hergestellt sind, kann der Rest der Inbetriebnahme aus der Ferne durchgeführt werden, wodurch der Aufwand für spezielle Netzwerkarbeiten vor Ort begrenzt wird.
Empfohlene Produkte
Robustel R1511 4G/LTE-Router

RCMS Cloud-Geräteverwaltung

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