Wie baut man eine starke Verteidigung für industrielle IoT-Anwendungen auf? Eine Einführung in die IIoT-Sicherheit
Das industrielle Internet der Dinge (IIoT) wird immer beliebter, wodurch sich die Sicherheitsrisiken für diese Geräte verschärfen.
Das IIoT hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf den Verbrauchermarkt (C-End), sondern ist auch für geschäftskritische (B-End) Aspekte der öffentlichen Infrastruktur und Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung, darunter Verkehr, Strom und Energie sowie Smart Cities. Daher ist die Sicherheit des IIoT nicht mehr nur eine technische Frage, sondern hat weltweit strategische Bedeutung erlangt und ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Umsetzung groß angelegter Projekte geworden.
Was sind die häufigsten Sicherheitsprobleme im Bereich IIoT?
1. Mängel bei der Gerätesicherheit
Aufgrund von Design- oder Ressourcenbeschränkungen verfügen viele IIoT-Geräte nicht über ausreichende Sicherheitsfunktionen. Sie sind daher aufgrund von Schwachstellen wie schwachen Passwörtern und fehlenden verschlüsselten Kommunikationskanälen ein beliebtes Ziel für Cyberangriffe.
Um dieses Problem zu beheben, müssen Hersteller der Gerätesicherheit Priorität einräumen, indem sie strenge Passwortverfahren einführen, verschlüsselte Kommunikationskanäle verwenden und andere Maßnahmen zur Verbesserung der integrierten Sicherheitsfunktionen der Geräte ergreifen.
2. Risiko der Verletzung des Datenschutzes
IIoT-Geräte senden und speichern häufig eine immense Menge an privaten Informationen, wie Standortdaten und personenbezogene Daten. Wenn auf diese Daten ohne Genehmigung zugegriffen wird oder sie unbefugt weitergegeben werden, kann dies zu Identitätsdiebstahl und anderen Verletzungen der Privatsphäre führen.
3. Bedenken hinsichtlich Sicherheitslücken im Netzwerk
Aufgrund von unregelmäßigen Firmware-Updates und einer unzureichenden Verwaltung der Netzwerkzugriffsberechtigungen sind IoT-Geräte häufig anfällig für Schwachstellen in der Netzwerkverbindung. Diese Schwachstellen können die Gesamtsicherheit des Netzwerks ernsthaft gefährden, wenn sie ausgenutzt werden. Um einen zuverlässigen und sicheren Betrieb ihrer Netzwerksysteme zu gewährleisten, sollten Unternehmen routinemäßige Firmware-Updates für Geräte priorisieren, die Netzwerkzugriffskontrollen verstärken und häufige Sicherheitsüberprüfungen und Reparaturen durchführen.
4. Herausforderungen bei Fernangriffen
Obwohl die Fernsteuerungs- und Verwaltungsfunktionen von IIoT-Gerätenunglaublich praktisch sind, stellen sie auch potenzielle Ziele für Fernangriffe dar. Die Datensicherheit und die Betriebsstabilität der Geräte sind durch Bedrohungen wie DDoS-Angriffe und die Fernausführung bösartiger Befehle ernsthaft gefährdet.
Unternehmen müssen ihre Netzwerksicherheit verstärken, um diese Gefahr zu verringern. Dazu gehört die Einrichtung von Intrusion-Detection-Systemen, Firewalls und anderen Sicherheitsmaßnahmen sowie die Durchführung einer gründlichen Überwachung und Prüfung der Fernzugriffsvorgänge.
5. Komplexität der Integration von Ökosystemen
Die starke Integration von IIoT-Geräten mit anderen Geräten und Diensten von Drittanbietern verbessert zwar die Gesamteffizienz des Systems, schafft aber auch neue Sicherheitsrisiken. Angreifer können Schwachstellen in Geräten oder Diensten von Drittanbietern als Zugangspunkte nutzen, wodurch das gesamte System gefährdet werden könnte.
Um die Sicherheit des gesamten Ökosystems zu gewährleisten, müssen Unternehmen während des Integrationsprozesses des Ökosystems gründlichen Sicherheitsbewertungen und der kontinuierlichen Überwachung von Drittanbieterdiensten höchste Priorität einräumen.
Was sind die wichtigsten Elemente beim Aufbau eines IIoT-Sicherheitssystems?
Die Entwicklung eines starken IIoT-Sicherheitssystems erfordert eine ausgeklügelte Strategie. Die folgenden Komponenten sind dabei unverzichtbar:
1. Einhaltung von Cybersicherheitsvorschriften und -standards
Es ist unerlässlich, die festgelegten Sicherheitsrichtlinien zu befolgen. Wichtige Kriterien sind:
EU NIS2: Ziel dieser Richtlinie ist es, die Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen in EU-Ländern zu verbessern.
EU-DSGVO: Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt die strikte Einhaltung der Datenschutzgesetze und verbessert den Schutz personenbezogener Daten.
Das Cybersecurity Framework des US-amerikanischen NIST bietet sowohl staatlichen als auch nichtstaatlichen Organisationen in den Vereinigten Staaten umfassende Richtlinien zur Cybersicherheit.
2. Aufbau eines Cybersicherheitssystems
Die Implementierung robuster Sicherheitssysteme ist unerlässlich. Ziehen Sie folgende Systeme in Betracht:
- ISO 27001: Bietet eine umfassende Grundlage für das Informationssicherheitsmanagement in Unternehmen.
- IEC 62443-4-1: Der Schwerpunkt dieser Norm liegt insbesondere auf der Sicherheit industrieller Steuerungssysteme.
- NIST SP 800-82: Detaillierte Vorschläge für das Sicherheitsmanagement und den Schutz industrieller Steuerungssysteme werden in NIST SP 800-82 bereitgestellt.
3. Umfassender Schutz der Sicherheit von Terminals und Plattformnetzwerken
Sicherheitsmaßnahmen müssen alle Aspekte des IIoT-Ökosystems abdecken:
- Hardware-Sicherheit: Um Manipulationen oder Austausch zu verhindern, stellen Sie sicher, dass die Hardwaregeräte physisch gesichert sind.
- Sicherheit von Software und Betriebssystemen: Um Schwachstellen zu reduzieren, sollten Software und Betriebssysteme regelmäßig aktualisiert und gewartet werden.
- Netzwerksicherheit: Um den Netzwerkzugang zu verwalten und den Datenverkehr zu überwachen, sollten Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme und andere Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden.
- Datensicherheit: Um die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Daten zu gewährleisten, sollten Methoden wie Zugriffsbeschränkungen und Datenverschlüsselung eingesetzt werden.
- Privilegien und Zugriffskontrolle: Um den Zugriff auf wichtige Ressourcen und Vorgänge zu beschränken, sollten strenge Zugriffskontrollmaßnahmen durchgesetzt werden.
- Sicherheitsmanagement: Um Sicherheitsvorfälle effizient zu überwachen, zu bearbeiten und zu lösen, richten Sie ein umfassendes Sicherheitsmanagementsystem und entsprechende Verfahren ein.
4. Produktbezogene Zertifizierungen und Prüfungen
Validieren Sie die Sicherheit von IIoT-Produkten durch Zertifizierungen und Tests:
- Industrielle Netzwerksicherheitsprodukte sind nach IEC 62443-4-2 zertifiziert, um sicherzustellen, dass sie strengen Spezifikationen entsprechen.
- Penetrationstests: Um mögliche Schwachstellen im System zu finden und zu beheben, werden Hackerangriffe simuliert.
Das Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung eines robusten IIoT-Sicherheitssystems eine umfassende Strategie erfordert. Dazu gehört die Einhaltung von Regeln und Richtlinien, die Einführung strenger Sicherheitsmaßnahmen, der umfassende Schutz von Endgeräten und Netzwerkplattformen sowie die Überprüfung der Produktsicherheit durch Tests und Zertifizierungen. Unternehmen können eine vollständig sichere IIoT-Umgebung schaffen, indem sie sich um die Sicherheit von Netzwerken, Daten, Geräten und dem gesamten Ökosystem kümmern.
Sicherheit hat bei den industriellen IoT-Produkten von Robustel höchste Priorität. Die starken Sicherheitssysteme dieser Geräte zeigen sich in ihrem integrierten Cloud-seitigen Sicherheitsdesign und den Zertifizierungen nach IEC 62443-4-1, ISO/IEC 27001 und IECEE-CB. Darüber hinaus entsprechen sie internationalen Standards wie CE, CB, FCC und IEC. Die Produkte wurden außerdem einem gründlichen Testverfahren unterzogen, das eine Code-Sicherheitsprüfung durch Deloitte und Penetrationstests durch SGS und Nettitude umfasste.
Die Geräte von Robustel bieten dank dieses umfassenden Ansatzes vollständigen Sicherheitsschutz für eine Vielzahl von IoT-Anwendungen.
